Mittwoch, 20. September 2017

Poldark - Staffel 2

(Bildrechte liegen beim Herausgeber)


Sprache: Deutsch (DTS-HD 2.0), Englisch (DTS-HD 2.0)
Untertitel: Englisch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 3
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungstermin: 1. September 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 576 Minuten
Preis: zur Zeit 25. 49 Euro (hier kaufen)


 
Inhalt

„Es steht viel auf dem Spiel, die Rivalitäten spitzen sich zu und die Charaktere müssen alles in die Waagschale werfen, um zu bekommen, was sie wollen“ (Serienschöpferin Debbie Horsfield)

Im Jahr 1970 liegen Aufruhr und Revolution in der Lust. Ross (Aidan Turner) soll der Prozess gemacht werden, und George Warleggan (Jack Farthing) lässt nichts unversucht, ihn als Aufständischen hängen zu sehen. Während Francis (Kyle Soller) und Elizabeth (Heida Reed) starr vor Entsetzen sind, setzt Demelza (Eleanor Tomlinson) alles daran, ihren geliebten Ross zu retten.

Von Schulden erdrückt versuchen Ross und Francis, ihre Fehler beizulegen und sich durch den gemeinsamen Erwerb einer neuen Mine und dem Einfluss der Warleggans zu befreien. Um diesen Weg beschreiten zu können, setzt Ross bei einem verzweifelten Schmuggel alles auf eine Karte. Inmitten verhängnisvoller Verluste, entscheidender Errungenschaften und zerrütteter Beziehungen muss Ross seine Differenzen beilegen – ein für alle Mal. Doch welchen Preis muss er dafür bezahlen?



Meine Rezi

Auch die zweite Staffel konnte mich wirklich begeistern.
Sie hat mich teilweise sehr berührt und schockiert. Einfach, weil ich mehrere Charaktere liebgewonnen habe. Unter anderem wurde mir Francis sehr sympatisch, weil er einen Wandel durchmachte. 

Seine Frau Eizabeth hingegen wurde mir immer unsympathischer. Sie war zwar schon in der ersten Staffel unberechenbar, doch in der zweiten empfinde ich sie als sehr egoistisch und gefährlich. Sie tut alles dafür, um das zu bekommen, was sie will. Ohne Rücksicht auf Verluste. Sie passt also sehr gut zu George Warleggan, der alles daran setzt, Ross zu zerstören. George ist jemand, der Macht haben möchte und will das man Respekt und Angst vor ihm hat. Doch da hat er in Ross seinen Meister gefunden. Ross ist sehr impulsiv und handelt eher Leidenschaftlich. Zu Kreuze kriechen ist überhaupt nicht seine Art, auch wenn ihm das teuer zu stehen kommen kann.
Ross rappelt sich immer wieder auf und wirkt in der zweiten Staffel viel frischer und ausgeglichener als in der ersten. Er hat viele Schulden und er und Demelza kommen nie wirklich zur Ruhe. Für den Zuschauer wird es also nie langweilig. Man bekommt hier viele Emotionen mit geliefert. Mal war ich traurig, mal entsetzt und dann wieder verzweifelt und wütend. Das Handeln der jeweiligen Charaktere konnte ich nicht immer nachvollziehen und ich verlor in dieser Staffel jemanden, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Auch hier gab es einige, die mir sehr sympathisch waren. Besonders hat es mir Dwight Enys angetan. Der Doktor und Freund von Ross. Er liebt seinen Beruf. Es geht ihm nicht darum, sich an dem Leid der Leute zu bereichern, sondern nur darum Menschen zu helfen. Ein wunderbarer Mensch, der aber zu viel nachdenkt. Er überlegt erst, was mögliche Konsequenzen sein könnten, bevor er handelt. Doch auch hier kann er einen das ein oder andere mal in Staunen versetzen. 

Doch in dieser Staffel sind definitiv die Frauen die starken Charaktere. Unter anderem natürlich wieder Demelza, deren Entwicklung wirklich erstaunlich ist. Sie hat sich in ihrer Rolle zurechtgefunden, weiß, wie man sich benimmt und ist doch dabei sie selber. Ehrlich, frisch und voller Elan hat sie mich wieder einmal in ihren Bann gezogen. Sie hält alles zusammen. Und sollte etwas nicht funktionieren, packt sie an und regelt die Dinge. Sie bräuchte keinen um zu überleben. Die Leute, mit denen sie sich abgibt können sich glücklich schätzen, da sie es aus freien Stücken macht. Doch was bringt all ihre Kraft, Leidenschaft und Zuversicht, wenn sie sich der Liebe ihres Mannes nicht sicher sein kann? 

Eine andere tolle Frau ist Caroline Penvenen. Eine wahre Schönheit. Sie gehört dem Adel an und ihr Onkel möchte, das sie bald heiratet. Caroline hat aber ihren eigenen Kopf. Gerade dies macht sie so sympathisch. Bekommt sie sonst alles mit Geld, gibt es eines dafür nicht. Die wahre Liebe. Und genau diese möchte sie. Sie tut sehr stark und ist es in vielen Dingen auch, doch wenn es um die Liebe geht, dann sucht sie etwas echtes und wirkt fast schüchtern. Einen tollen Mann, der sie nicht wegen des Geldes wegen heiratet, sondern weil es ihm um ihr geht. So einer soll es werden. Sie ist eine sehr herzliche Person. Auch wenn sie versucht dies oft zu verbergen, so merkt man es doch. Ich finde dies an einer Schauspielerin sehr bewundernd.
Nicht alles hat mich überrascht. Doch mit einigen Vorkommnissen hätte ich wirklich nicht gerechnet und mir so nicht gewünscht. (Dafür könnte ich natürlich einen Stern in der Bewertung abziehen, weil es mich bockig macht, doch das ist nicht das, was meine Bewertung beeinflusst.) Ich möchte einfach wissen, wie es mit den Charakteren weiter geht. Wie ihr seht bin ich wirklich hin und weg und ich hoffe auf viele weitere Staffeln von Poldark. Aber auch hier habe ich etwas auszusetzen. Die Sammelkarten lagen einfach so lose in der Hülle. Also fallen sie einem direkt entgegen. Da hätte man eine bessere Lösung finden können.



Mein Fazit

Auch in der zweiten Staffel überzeugen mich die Geschichte und die Charaktere. Ich hoffe auf viele weitere.

Poldark - Staffel 2 bekommt von mir

>>>>> 5 von 5 <<<<< möglichen Herzen

Montag, 11. September 2017

Plus Size für die Liebe von Kari Lessír

(Bildrechte liegen beim Verlag)

Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: Qindi
ISBN: 978-3743111431
Preis: 12. 99 Euro (hier kaufen)
Kari Lessír


 
Klappentext


Männer stehen nicht auf Frauen mit ordentlichen Kurven. Und sie verlieben sich erst recht nicht in sie! Das denkt zumindest Mia, die nicht nur mit ihrem Körpergewicht hadert. Dass ausgerechnet sie als Sportmuffel einen Job in einem Fitnessstudio bekommt und ihr Chef Daniel, ein durchtrainierter Frauentraum, Interesse an ihr zu haben scheint, passt überhaupt nicht in ihr Weltbild. Wäre da nur nicht dieses Kribbeln, sobald Daniel sie aus graublauen Augen ansieht. Gerade als Mia sich auf ihn einlassen möchte, entdeckt sie ein Foto: das Bild einer strahlend schönen Frau mit einem Jungen, der Daniel verdammt ähnlich sieht. Ist er verheiratet und spielt nur mit ihr?

Frustriert tritt Mia den Rückzug an und vergräbt sich zu Hause auf der Couch. Von Männern hat sie endgültig die Nase voll. Doch plötzlich ist da diese Stimme in ihrem Kopf, die behauptet, ein Engel zu sein. Ihr persönlicher Engel, der ihr Herz wieder zum Klingen bringen möchte. Doch Mia setzt alles daran, genau das zu verhindern. Sich verlieben tut nur weh und darauf kann sie verzichten. Wird es dennoch ein Happy End für die Liebe geben?


Meine Rezi


Da dieses Buch der Dritte Teil der Seelenreise – Reihe ist, habe ich zuerst die Autorin gefragt, ob ich diesen Teil auch lesen kann, wenn ich die anderen nicht kenne. Ja man kann diesen Teil alleine lesen, doch es fehlt ein wenig Hintergrundwissen. Es störte mich nicht, da ich dem Geschehen auch so folgen konnte, doch, wenn sich jemand für die ganze Reihe interessiert, sollte er von vorne anfangen. Als ich den Klappentext las, war ich sofort hin und weg. Da ich selber für Engel etc. offen bin, hatte ich kein Problem mit dem Inhalt. Doch wenn jemand überhaupt nicht an die Existenz von Engeln oder an spirituelles generell glaubt, dann sollte er die Finger von diesem Buch lassen, da es überwiegend darum geht.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, weshalb ich schnell in der Geschichte war und das Buch nicht weglegen wollte. Was mich jedoch wunderte war, dass Christiane und Patrick mindestens genauso präsent in diesem Buch waren, wie Mia. Es störte mich nicht, jedoch wird dies in keinem Wort im Klappentext erwähnt, wobei sie genauso wichtig für dieses Buch waren, wie Mia.
Dies ist auch der Grund, weshalb es besser ist die Vorgänger dieser Reihe zu lesen. Die Geschichten um Christiane und ihrem Freund Patrick finden in den ersten beiden Bänden statt. Es wird abwechselnd aus Mias, Christianes und Daniels Sicht geschrieben, was auch immer gut zu erkennen ist.
Die Charaktere in dem Buch haben viel Herz und Leidenschaft und jeder ist auf seine Art etwas ganz besonderes.
Mia ist einerseits offen für neues, wenn es um ihre beruflichen Aussichten geht. Doch wenn es um privates geht wirkt sie sehr verbissen. Von spirituellen Dingen will sie gar nichts wissen. Sie ist Realistin, doch auch sie muss erkennen das man nicht alles erklären kann. Was ihren Körper angeht, besitzt sie keinerlei Selbstbewusstsein und ist daher eher schüchtern im Umgang mit Menschen. Ihre Handlungsweisen konnte ich nicht immer nachvollziehen, schob ich aber auch ihre Unsicherheit. Sie reduziert sich ausschließlich auf ihr Gewicht und denkt sie sei zu dick für einen Freund und könne kein Sport machen. (Ich könnte ja jetzt den Teufelskreis erklären, aber wir alle kennen ihn und manchmal sind wir in ihm gefangen.)
In dem Buch war ihr Selbstbild sehr verzerrt und ihre Fixierung darauf war etwas befremdlich für mich, bis ihre Geschichte aufgeklärt wurde.
Daniel ist ein friedliebender Mensch. Er wünscht sich nur Harmonie und das er mit seinem Sohn Zeit verbringen kann. Nach seinem Unfall ist er schwer verletzt und muss kämpfen um überhaupt wieder auf die Beine zu kommen. Da kommt ihm seine Ex Frau sehr gelegen.
Christiane und Patrick ergänzen sich sehr gut in ihrer Beziehung. Sie lieben sich und spüren sich, auch wenn sie nicht im selben Raum sind. Christiane ist Mia eine gute Freundin und versucht immer für sie da zu sein. Sie schafft es nicht immer ihre Freundin zu überzeugen, gibt sich aber die größte Mühe. Nicht immer sind sie einer Meinung, aber respektieren sich. Das macht eine wahre Freundschaft aus.

Ich persönlich habe mich mit diesem Buch wohl gefühlt. Wie ich schon erwähnt habe, bin ich aber auch für spirituelles offen. Am Ende des Buches ging es mir mit den Eingebungen zwar ein bisschen zu schnell und es waren dann sehr viele, aber vielleicht ist es so, wenn man sich gerade erst öffnet. Man wirkt dann etwas überfordert.
Glaubt nicht immer nur an das, was ihr seht, sondern auch an das, was ihr spürt.


Mein Fazit


Wenn ihr an spirituelle Dinge glaubt, ist Plus Size für die Liebe ein Roman mit viel Gefühl.

Plus Size für die Liebe von Kari Lessír bekommt von mir

>>>>> 4 von 5 <<<<< möglichen Herzen

Sonntag, 3. September 2017

Todesreigen von Andreas Gruber

(Bildrechte liegen beim Verlag)

Klappenbroschur: 576 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442483136
Preis: 9. 99 Euro (hier kaufen)


Klappentext


Die Sünden der Vergangenheit fordern Vergeltung – Ein blutiger Reigen aus Blut und Rache

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin beim BKA – misstrauisch. Sie bittet den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch einigen mächtigen Männern, die alles tun würden, um die Sünden der Vergangenheit endgültig auszulöschen.


Meine Rezi


Dies ist das erste Buch das ich überhaupt von Andreas Gruber gelesen habe. Und auch, wenn es nicht der erste Fall von Maarten S. Sneijder ist, kann man dieses Buch sehr gut lesen, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Allerdings würde es sich sicherlich lohnen. Das behaupte ich nun einfach, nachdem ich Todesreigen gelesen habe. Wer weiß, ob ich irgendwann noch die ganze Reihe besitze. Weshalb empfehle ich blind irgendwelche Bücher? Ganz einfach: Allein der Charaktere wegen. Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sind unverbesserlich. Man muss sie einfach lieben, auch wenn jeder einzelne der beiden einen zur Weißglut bringt. Sabine sogar noch mehr als Maarten. Maarten ist, wie er ist und das offensichtlich und ohne Rücksicht auf Verluste. Und doch merkt man das er Sympathien entwickeln kann. Natürlich würde er das niemals zugeben. Das wäre ja viel zu gefühlvoll. Aber ich liebe seine Art. Ich habe selber so einen in meinem Bekanntenkreis. Man möchte ihn manchmal schlagen, aber irgendwie liebt man ihn ja doch so, wie er ist. Seine Herangehensweise ist allerdings etwas anderes. Es ist ihm ganz egal wie, Hauptsache er bekommt, was er will. Das kann auch mal gesetzwidrig sein. Sabine Nemez hingegen möchte gerne penibel auf die Vorgehensweise achten. Was muss sie als erstes tun, wen als erstes verständigen und was sollte sie erst danach tun. Sie ist manchmal so korrekt das man auch sie schlagen möchte, weil sie einmal einfach nach ihrem Gefühl gehen sollte. Aber auch sie ist so eine Sympathiebombe. Man muss sie einfach mögen.

In diesem spannenden Fall aber mochte ich noch jemanden, für den ich sogar noch mehr Sympathien hegte, als für Sabine Nemez. Hardy Hardkovski. Er wurde nach 20 Jahren Haft entlassen. Er soll seine Frau und die Zwillinge getötet haben. Er behauptet, er war es nicht und will herausfinden wer es wirklich war.
Alles spricht gegen ihn. Kann man ihm glauben oder ist er einfach nur verrückt geworden? Wer würde es nicht, wenn er aus versehen seine Frau und seine Kinder tötet? Aber was ist, wenn er recht hat und es jemand anders war. Wie kann er herausfinden, wer es war und wie? Wer wird ihm nach 20 Jahren helfen, geschweige denn glauben? Für mich war klar, wenn es wirklich so ist das er unschuldig im Gefängnis saß, weil jemand anderer seine Familie tötete, dann gönne ich ihm seine Rache.

Bis zum Schluss dieses Buches war ich mir nie wirklich sicher, wem man vertrauen konnte und wem nicht. Sind die, die die „Guten“ sein sollten überhaupt die Guten? Und sind die „Schlechten“ immer schlecht? Oder haben sie sogar recht? Aber was ist, wenn das Gesetz diesmal auf der falschen Seite ist? Wie kann man das beweisen? Ich glaube hier war die wichtigste Frage wirklich, wem man trauen konnte. Doch selbst ich als Leser war mir nie so wirklich sicher. Ich selber habe versucht herauszufinden, wer denn der oder die bösen sind. Natürlich gab es offensichtliche „Böse“, aber was war mit denen im Hintergrund? Und wenn doch so viele Kollegen sterben, wegen einer Sache, wieso gesteht man dann nicht einfach? Will man wirklich in Kauf nehmen, dass man selber die Erde von unten sieht? Auch jetzt nach dem Lesen frage ich mich diese Dinge. Als der Autor dann nach und nach anfing für mich alles verständlich aufzuklären, war ich fasziniert von den Autoren.

Wie bekommen Autoren es immer wieder hin, es am Schluss so logisch erscheinen zu lassen, obwohl sie mich über 300 oder 400 Seiten rätseln lassen, ohne das es für mich 100%ig klar ist. Also Polizist sollte ich schon mal nicht werden. Besser ist das für die Unschuldigen. Oder ich stecke einfach alle ins Gefängnis, die mich komisch anschauen.


Mein Fazit


Ein toller, spannender und unterhaltsamer Thriller mit wunderbaren Charakteren.


Todesreigen von Andreas Gruber bekommt von mir 

>>>>> 5 von 5 <<<<< möglichen Herzen